
Ohh Amarone Mio
Es erstaunt, wenn man in den Grossverteiler durch die Weinregale läuft und plötzlich einen Amarone di Valpolicella für Fr. 15.– findet. Sind die Tage des teuren Amarone gezählt? Die Situation im Veneto verschärft sich. Was geschieht dort in der Po Ebene des Veneto?
Mittlerweile gibt es neue und mehrere Amaroneproduzenten, die den Amarone nicht mehr traditionell herstellen, damit auch nicht mehr so aufwändiger und teurer. Dumm nur, dass diese günstig hergestellten Amarones unter dem gleichen Label wie die traditionellen teurerer Amarones produziert werden dürfen. Darum verwunderts, wenn ein Amarone della Valpolicella günstig angeboten wird.
Es darf nämlich auch mit Traubengut aus den tieferen Regionen der Po Ebene produziert werden, das ist ist nicht neu wurde aber noch nie so konsequenz angewendet wie in den letzten Jahren. Produktion 1997 1,5 Millionen Liter / 2007 10 Millionen Liter. Um diese Ergebnisse zu erziehlen, musste man aus den tieferen Region Trauben einkaufen.
Diesem Trend entgegenzusetzen haben sich nun einige traditionelle Amarone Produzenten zusammen getan und haben die “Famiglie dell’Amarone d’arte” gegründet. Diese Gruppe hat das Ziel die traditionellen Amarone zu schützen. Es wurde sogar eine Charta aufgesetzt die jedes Mitglied unterschreiben musste. In dieser Vereinigung sind folgende Produzenten dabei: Allegrini, Begali, Brigaldara, Masi, Musella, Nicolis, Speri, Tedeschi, Tenuto San Antonio, Tommasi, Venturini, Zenato. Anfügend ist zu sagen, dass immer noch Produzenten aufgenommen werden können, da sich noch nicht alle traditionalisti zu dieser Vereinigung durchgeronnen haben.
Für mich ist klar, ein Amarone muss von den klasssichen Hügelregionen kommen, dies sind: Negrar, Pedemonte, Fumane und Marano, denn nur von dort kann man die höchste Traubenqualität für die Amaroneproduktion erzielen.
Was auch schwierig zum nachvollziehen ist, dass mit den neuen Bestimmungen ein Amarone mehr Alkohol haben darf und somit auch mehr süsse, dass bedeutet ein Amarone mit 16% Volumen Alkohol, kann einen Reszuckergehalt von 13 Gramm aufweisen. Der Unterschied zum Recioto wird somit geringer.
Ich persönlich hatte die alten Amarones viel lieber, weil da die Alkoholwerte noch bei 14 % lagen und sich nicht so süss präsentierten. Schade vergrössert man wiedereinmal eine Region und verändert die Gesetze, um den Profit anzukurpeln.
OHH Amarone Mio!


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